Ist doch alles halb so schlimm - meint aplusfriedrich

Vorbemerkung: Dieser Webauftritt aus dem Jahr 2010 ist im Kontext der Publikation 'Chef, so bitte nicht mit mir!' und meiner damaligen Tätigkeit als Vertriebstrainer entstanden. 2020 wurden alle detaillierten Beschreibungen meiner Trainingskonzepte und Schulungsinhalte gelöscht und seitdem finden nur noch sporadisch inhaltliche Aktualisierungen statt!

'Ist doch alles halb so schlimm!' Das aufmunternd gemeinte Sprüchlein soll zur freundlichen Begrüßung und lockeren Einstimmung in unser Thema 'Führungskompetenz' ausreichen. Die im 'Chef' in den Kapiteln 'Phrasen, Sprüche, Weisheiten' gesammelten 'Bonmonts aus dem Vertriebsalltag', diese zumeist eher seichten und keineswegs geflügelten Lebensbegleiter, lassen wir hier fürsorglich zwischen den schützenden Buchdeckeln.

Befindet sich Ihre berufliche mit Ihrer privaten Lebenszeit in harmonischer Balance? Sind Sie, so wie es aktuell läuft, mit Ihrer Führungskraft rundum zufrieden? Alles ist gut? Falls ja, dann zeigt Ihnen das Buch, 'Chef, so bitte nicht mit mir!' eine neue, Ihnen glücklicherweise bisher unbekannte Seite des Arbeitslebens. Doch warum sollten Sie sich dann mit Fehlauftritten von Vorgesetzten und deren Gemeinheiten im Arbeitsalltag belasten? Schalten Sie ab, klicken Sie weiter, genießen Sie Ihre Zufriedenheit!

Nein, doch nicht weggeklickt?

Dass sich viele männliche und auch, so denn überhaupt vorhanden, einige weibliche 'Chefs' deutlich in Ihren Führungsqualitäten steigern können, ist nichts Neues. Und es ist auch keineswegs so, wie darauf angesprochene Vorgesetzte manchmal behaupten, dass sie hartes, emotionsloses Verhalten nur inszenieren, um die dadurch aufgescheuchte Belegschaft zu besonders guten Arbeitsergebnissen zu motivieren. Sie wissen schon: der 'harte Besen'. Nein, dieses Fehlverhalten zeigt die abschreckend negativen Eigenschaften einer überheblichen, unempathischen wenn nicht sogar herrischen und selbstherrlichen Führungskraft. Im allergünstigsten Fall ist es nur der verdrehte Hilferuf eines verzweifelt überforderten Charakters.

Allein Sie beurteilen, ob Sie den Aussagen im 'Chef, so bitte nicht mit mir!' zustimmen. Oder ergänzen und übertreffen Ihre eigenen beruflichen Erfahrungen diese sogar?

Wir können, wenn wir unzufrieden sind, auf Dauer keine gute Arbeit verrichten! Wodurch aber verlieren wir so unmerkbar schleichend den Stolz auf unsere erbrachte Leistung? Warum ist uns ab einem gewissen Punkt die eigene Arbeitsqualität nicht mehr wichtig? Wie lange sollen und können wir bei emotionalen Verletzungen, bei fehlender Anerkennung, grundlegenden Widerständen und unfairen Angriffen gegen unsere Person, durchhalten? Auf diese Fragen nach der Stärke der eigenen Leidensfähigkeit oder dem nicht länger zu verbiegenden Rückgrat gibt es viele gedruckte Ratgeber. Diese haben auch mich - zumindest theoretisch - oft überzeugt. In der Praxis waren das dann aber leider keine einfachen Lösungen. Was hilft wirklich, wenn wir auf dem Weg zum belasteten, uns krank machenden Arbeitsumfeld lieber umkehren und alles sofort hinwerfen möchten, diese dringend notwendige Befreiungstat aber aus materiellen oder persönlichen Gründen nicht umsetzen können? Klar, es ist immer besser, belastende Dinge möglichst frühzeitig anzusprechen und sich aktiv zu wehren. Viele Menschen gehen Konflikten mit der Führungskraft aber aus nachvollziehbaren Gründen erst einmal aus dem Weg. Sie warten ab. Sie halten durch. 'Das wird ja schon wieder'. Nein, wird es nicht. Worin ist diese fehlende, frühe und sachliche Gegenwehr begründet? Das offensive Ansprechen und Gegenhalten in schwierigen Situationen können wir uns nicht anlesen und dann nach Belieben anschalten und umsetzen. Um bei beruflichen Konflikten mit einer Chefin oder einem Chef souverän eine zielführende, souveräne Reaktion zu zeigen und nicht die eigene emotionale Schublade zu öffnen, um daraus zu antworten, dafür müssen wir erst innerlichen Abstand geschaffen haben. Das war meine wichtigste persönliche Lehre: Erst als ich gelernt hatte, mich emotional zurückzunehmen und in schwierigen Situationen nach außen möglichst gelassen zeigen konnte - 'Ist doch alles halb so schlimm!' - und mich nicht durch spontane und unbedachte Reaktionen nur selbst weiter entwaffnete, wurde ich persönlich unangreifbar. Den gefühlten inneren Widerstand konnte ich dann kontinuierlich und weitestgehend emotionsbefreit sammeln und formulieren. Nach einiger Zeit wurde daraus mächtiger 'kreativer Dampf'. Diesen galt es produktiv zu nutzen und gezielt abzulassen, um sich so aus einer bedrängenden Situation nachhaltig zu befreien! Das war meine Motivation den 'Chef' zu schreiben. Purer Eigennutz und -schutz! Aus skurrilen, lustigen und auch traurigen Erlebnissen und Erfahrungen entstand ein persönliches, natürlich subjektives, vielleicht sogar unfaires Spiegelbild der von mir erlebten 'Führungskultur'. Das hat mir aber geholfen, klar zu benennen, welche Verhaltensweise einer Chefin oder eines Chefs ich persönlich wertschätze. Was ich in meiner Arbeits- und somit Lebenszeit zulasse und was nicht. Das war befreiend!

Sollte der 'Chef' dabei helfen, das Verhältnis zu Ihrer oder Ihrem schwierigen Vorgesetzen zu klären und zu verbessern, dann würde mich das sehr freuen!

Übrigens: es gibt selbstverständlich auch viele gute und kompetente Führungskräfte.

Ihr aplusfriedrich

So nicht Hier finden Sie das zurückliegende Feedback zum Buch, kurze Statements und Rezensionen. Die umfassende Kontrolle und Transparenz im Arbeitsprozess ist ständig weiter gestiegen, nicht zuletzt auch durch unser eigenes, unkritisches Verhalten, den leichtsinnigen Umgang mit all den hilfreichen elektronischen Begleitern.

Training thematisiert das gegensätzliche Geschwisterpaar 'Prarie und Theoxis', das als Team aber unschlagbar ist. Hier lesen Sie weitere Highlights der innerbetrieblichen Zusammenarbeit. Werbung und Entscheidung sind lockere, harmlose Texte, meilenweit von 'tieferer Bedeutung' entfernt, ich musste sie einfach nur loswerden.

Persönliches gehört ebenfalls dazu, um anzudeuten, was für ein Mensch hier schreibt. Überblättern oder Lesen? Sie entscheiden!

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